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Gemeinde Bischofswiesen

Igel schützen – Mähroboter nachts ausschalten

Mit einer einfachen Maßnahme kann jeder zum Schutz unserer heimischen Tierwelt beitragen: Mähroboter sollten ausschließlich tagsüber betrieben werden. Die Bürgermeister der Talkesselgemeinden rufen gemeinsam mit der LBV-Kreisgruppe Berchtesgadener Land dazu auf, Igel und andere nachtaktive Tiere vor vermeidbaren Gefahren zu schützen und naturnahe Gärten als wertvolle Lebensräume zu erhalten.

Der Schutz unserer heimischen Tierwelt geht uns alle an. Deshalb möchten die Bürgermeister der Talkesselgemeinden in Zusammenarbeit mit der LBV Kreisgruppe Berchtesgadener Land auf eine oft unterschätzte Gefahr für Igel aufmerksam machen.

Laut Bundesnaturschutzgesetz zählen Igel zu den besonders geschützten Tieren. Dabei sind sie weit mehr als sympathische Gartenbewohner – sie erfüllen eine unersetzliche Funktion in unserem Ökosystem. Als fleißige Insektenfresser regulieren sie die Bestände von Käfern, Larven und Schädlingen und halten so das biologische Gleichgewicht auf natürliche Weise aufrecht.

Igel sind überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Während sie tagsüber meist gut geschützt in Hecken, Gebüschen oder Laubhaufen ruhen, gehen sie in den Abend- und Nachtstunden auf Nahrungssuche. Werden in dieser Zeit Mähroboter eingesetzt, können die Tiere schwer verletzt oder sogar getötet werden. Anders als viele andere Wildtiere flüchten Igel bei Gefahr häufig nicht, sondern rollen sich ein. Gegen die Messer moderner Mähroboter bietet dieses natürliche Schutzverhalten jedoch keinen ausreichenden Schutz.

Mit wenig Aufwand kann jede Gartenbesitzerin und jeder Gartenbesitzer einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz leisten. Wer seinen Mähroboter ausschließlich tagsüber einsetzt und ihn in den Abend-, Nacht- und frühen Morgenstunden ausgeschaltet lässt, schützt Igel und andere nachtaktive Tiere wirksam vor vermeidbaren Gefahren.

Darüber hinaus können naturnah gestaltete Gärten einen wertvollen Beitrag zum Artenschutz leisten. Hecken, Laubhaufen, Totholz oder kleine ungemähte Bereiche bieten Igeln und zahlreichen weiteren Tierarten Nahrung und Unterschlupf. Auch der Verzicht auf Gifte und Pestizide, das verlässliche Anbieten von sauberen Wasserstellen sowie ausreichend große Durchschlupfe in Zäunen verbessern die Lebensraumbedingungen von Igeln. 

Wir danken allen Bürgerinnen und Bürgern, die durch einen verantwortungsvollen Umgang mit Mährobotern sowie eine naturnahe Gartengestaltung zum Schutz unserer heimischen Tierwelt beitragen. Gemeinsam können wir mit einfachen Mitteln einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt in unseren Gemeinden leisten.

Die Bürgermeister der Talkesselgemeinden

Alexander Resch
1. Bürgermeister Markt Berchtesgaden

Wolfgang Fegg
1. Bürgermeister Gemeinde Bischofswiesen

Michael Ernst
1. Bürgermeister Markt Marktschellenberg

Richard Graßl
1. Bürgermeister Gemeinde Ramsau bei Berchtesgaden

Stefan Kraus
1. Bürgermeister Gemeinde Schönau am Königssee

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