Allgemeine Infos

27.07.2016 17:20

Wasserwerk

 

Die öffentliche Wasserversorgung der Gemeinde Bischofswiesen

 

Wasserwerk

Die Gemeinde Bischofswiesen kann den Wasserverbrauch von jährlich ca. 400.000 m³ selbst aufbringen. Fünf von sieben Quellen speisen ein etwa 100 km langes Rohrleitungsnetz mit einem Rohrdurchmesser von DN 50 mm – 200 mm, das überwiegend mit Guss-, PE- und PVC-Rohren ausgestattet ist.
In diesem Versorgungsnetz befinden sich 8 Druckreduzierer, 31 Verteilerschächte, eine Druckerhöhungsanlage, ca. 200 Hydranten sowie rund 1.500 Hausanschlüsse. Nur wenige Anwesen sind aufgrund der schwierigen Lage nicht erschlossen.
Der Wasserverbrauch wird mittels moderner "Ringkolben-Patronen-Wasserzähler" ermittelt.
Im Wasserwerk sind inkl. Wassermeister 5 Personen beschäftigt.


Die Hundsreitquelle:
Sie wurde 1952 als dritte Quelle nach Sägefeiler (1924-1960) u. Ruppenquelle 1936-1988 erbaut und hatte eine durchschnittliche Schüttung von (z. B. 1995) 26 Ltr./Sek. und ist ca. 200 m vom HB entfernt. Sie speiste einen Hochbehälter mit einem Fassungsvermögen von 450 cbm und wurde 1996 wegen bautechnischer Mängel außer Betrieb genommen.

Inbetriebnahme des neuen Brillen-Hochbehälters am 05.09.1996 mit einem Fassungsvermögen von 2 x 500 m³ sowie einer kompletten Installation aus V 4a nach Stand der Technik. Der Behälter liegt 726 m ü.N.N. und sein Wassereinzugsgebiet ist der Silberg.

Die Bachmannquelle:
Sie liegt am Klinggraben im Ortsteil Engedey, ihr Einzugsgebiet ist der Tote Mann mit Silberg. Die durchschnittliche Schüttung beträgt ca. 6,3 Ltr./Sek. Sie wurde zusammen mit dem 1,5 km entfernten Hochbehälter der 500 m³ fasst und 677 m hoch liegt (N.N.) 1938 vom Militär erbaut.

Nach dem Krieg wurde der Behälter und seine Quelle von den amerikanischen Streitkräften bis etwa 1991 genützt und wurde dann 1994 von der Gemeinde auf Stand der Technik gebracht (Sanierung).

Die Schwarzeckerquelle:
Ihr Becken das 910 m hoch liegt, fasst 250 m³. Die Quelle, welche 67 Ltr./Sek. im Durchschnitt schüttet, befindet sich ca. 1,2 km davon entfernt und ist mit einer PVC-Leitung DN 125 Ø verbunden und kann 17 Ltr./Sek. transportieren bei einem Gefälle von 16 Höhenmetern. Das Reservoir ist der Schmuckenstein.

Die Stabstollenquelle:
Bis 1960 gehörte diese Quelle, mit einer Schüttung von 5 Ltr./Sek. dem Salzbergwerk Berchtesgaden an. Die eigentliche Quelle findet man ca. 2 km von dem 1979 erbauten 250 m³ fassendem Hochbehälter entfernt, der 730 m über dem N.N. liegt. Sein Reservoir ist der Rauhekopf (Untersberg).

Die Ganghofer Quelle:
Sie trägt den Namen Ganghoferquelle, da sie sich im Wald des Ganghoferlehens (Engedey) befindet. 1980 wurde die Quelle neu gefasst und ein Hochbehälter von 200 m³ in einer Höhe von 755 m über N.N. errichtet. Die Quelle findet man ca. 300 m davon entfernt. Sie schüttet 2,6 Ltr./Sek. Ihr Reservoir ist der Tote Mann und der Silberg.

Die Ruppenquelle:
Bereits 1936 wurde diese Quelle vom deutschen Militär übernommen und versorgte das damalige Lager Winkl. Sie hat mit 50 m³ den kleinsten Hochbehälter. Er liegt 697 m über N.N. Ihre Schüttung beträgt 7 Ltr./Sek. Die Quelle befindet sich ca. 50 m davon entfernt. Das Wasserreservoir ist der Untersberg. Die Ruppenquelle wird derzeit nur zur Stromerzeugung genutzt. Die Wasserturbine hat eine Leistung von 3 - 4 kw/h.

Wasserhärtegrad:

Im Gemeindegebiet gibt es keinen einheitlichen Wasserhärtegrad.

Nähere Details zum Wasserhärtegrad Ihres Trinkwassers erhalten Sie von unserem Wassermeister Richard Fendt unter der Telefonnummer 08652/ 7472.


Geschichtliches:
Die Sägefeilerquelle tat zwischen 1924 und 1960 ihren Dienst und war der Ursprung der gemeindlichen Wasserversorgung von Bischofswiesen. Mit 50 m³ war der Hochbehälter auf einer Höhe von 713 m sehr gering. Die Schüttung betrug nur 1,7 Ltr./Sek.

Allgemeines:
Das Gesamtwasserreservoir aller 5 Hochbehälter beträgt 2.250 m³.
Die Gesamtschüttung aller Quellen in den Hochbehältern beträgt rd. 60 Ltr./Sek., das sind jährlich rd. 1,8 Mio m³. Folgende Wasserschutzgebiete sind ausgewiesen: Schwarzeckerquelle, Hundsreitquelle, Ganghofer, Bachmannquelle, Süssenbrunn und Stabstollenquelle.

Vor 1924 erhielten die bäuerlichen Anwesen ihr Trinkwasser entweder durch eine eigene oder durch Zusammenschluss von mehreren Lehen durch eine gemeinsame Quelle. Die Leitungen bestanden aus Holzrohren, die jeder Bauer mit Hilfe eines Deichlbohrers selbst herstellen und verlegen konnte. Die Teilsäule versorgte dann jeden Teilnehmer mit der ihm zustehenden Wassermenge.

Wissenswertes:
Jeden Monat werden von einem Wasserwerkbeschäftigten von den Wasserquellen Rohwasserproben, und vom Leitungsnetz Reinwasserproben, entnommen und in einem Labor auf Bakterien untersucht. Außerdem wird jedes Jahr eine chemische Wasserprobe gezogen.
Der größte Wasserverbraucher der Gemeinde ist das Altenheim Insula in der Strub. Pro Kopf wird jährlich mit einem Wasserverbrauch von ca. 40 cbm gerechnet.

Gebühren und Beiträge:
Der Herstellungsbeitrag bei Neuanschlüssen an die Wasserversorgungsanlage und bei Erweiterungsbauten beträgt ab dem 01.01.2014
 

pro qm Grundstücksfläche -netto- 1,64 €
pro qm Geschossfläche -netto- 3,58 €


Die Zählergrundgebühr beträgt bei der Verwendung von Wasserzählern mit einem Dauerdurchfluss
 

bis 4 m³/h -netto- 50,00 €/Jahr
bis 10 m³/h -netto- 75,00 €/Jahr

bis 16

m³/h -netto- 125,00 €/Jahr
bis 25 m³/h -netto- 175,00 €/Jahr
über 25 m³/h -netto- 250,00 €/Jahr


Die Wasserverbrauchsgebühr beträgt ab dem 01.01.2014 -netto- 1,15 € pro Kubikmeter entnommenen Wassers. Wird ein Bauwasserzähler oder ein sonstiger beweglicher Wasserzähler verwendet, so beträgt die Gebühr -netto- 1,58 € pro Kubikmeter entnommenen Wassers.

Grundstücksanschluss:
Der Grundstücksanschluss an die öffentliche Wasserversorgungsanlage (bei Neubauten etc.) ist über die Gemeindeverwaltung (Herr Wenig, Tel. 08652/88 09 39) zu beantragen. Hierzu ist folgendes Formular zu verwenden:
Antrag Versorgung Wasseranschluss
 

Hausinstallation:

Bei metallischen Leitungen im Haus ist unmittelbar nach dem Wasserzähler ein Filter einzubauen.
Bei Kunststoffleitungen wird der Einbau eines Filters empfohlen.


Gesunder Durstlöscher aus dem Wasserhahn
Artikel im Münchner Merkur vom 07.08.2013 Artikel Gesunder Durstlöscher


Ansprechpartner:
In technischen Fragen:
Wasserwerk Bischofswiesen
Richard Fendt
Riedherrngasse 3
83483 Bischofswiesen
Telefon: 0 86 52/74 72
Telefax: 0 86 52/9 77 76 42
E-Mail: wasserwerk@bischofswiesen.de


Zur Beitragsveranlagung und zur Verbrauchsgebühr:
Gemeinde Bischofswiesen
Herr Andreas Wenig
83483 Bischofswiesen
Telefon: 0 86 52/88 09 39
Telefax: 0 86 52/88 070 04
E-Mail: andreas.wenig@bischofswiesen.de

 

 

Download:

Antrag Versorgung Wasseranschluss

 

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Kontakt

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